Schloss Grube Einzigartig in der Prignitz
Einziges komplett saniertes Quitzow-Schloss lädt zum Verweilen ein
Was in Dresden Graf Brühl oder in der Lausitz Fürst Pückler, ist in der Prignitz die Familie derer von Quitzow: Eines der mächtigsten Adelsgeschlechter im 14. Jahrhundert, die 14 Städte, Burgen und Schlösser besaßen. Von letzterem lädt jetzt Schloss Grube bei Bad Wilsnack zum Verweilen ein. Dieses und eine der ältesten Fachwerkkirchen der Prignitz unmittelbar vor dem Schloss sind Grund genug für einen Familien- sowie Tagesausflug.
Das um 1741 im Barockstil erbaute Schloss Grube steht inmitten des gleichnamigen Runddorfes in der brandenburgischen Prignitz. Ein Dorf, geprägt durch die Familie Quitzow, deren Mitglieder hier ab 1376 bis in das 19. Jahrhundert hinein lebten und sich im Mittelalter als Raubritter einen Namen machten. In Erinnerung ist aber ihr Widerstand gegen die Eroberungsabsichten der Hohenzollern in der Mark Brandenburg im Jahre 1415 geblieben sowie die Burgen und Schlösser, die unter ihrer Herrschaft entstanden. Das letzte vollständig erhaltene und großteils restaurierte, ist jener Herrensitz in Grube.
Das Haus präsentiert sich als herausragendes Gebäude im Dorf und gilt als Einzel-denkmal. Im Jahre 2007 durch Privathand gekauft, wird es seit Mai 2008 in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege saniert. So erstrahlt das Schloss Schritt für Schritt in neuem Glanz und beherbergt seit Anfang Juli 2010 auch ein Restaurant inklusive Café, in dem Gäste in der kalten Jahreszeit vor dem lodernden Kaminfeuer entspannen oder jetzt im Sommer auf der herrschaftlichen Terrasse die Schönheit der Natur sowie den Anblick des idyllischen Dorfes genießen können.
Ziel der umfangreichen Instandsetzungsarbeiten ist es, Schloss Grube als ein Haus für Kunst und Kultur, Gastronomie und Beherbergung zu entwickeln. Nach der Fertigstellung werden vielfältige Nutzungsangebote in einem herrschaftlichen Ambiente möglich sein, erzählt Franziska Kutsche, Projektsteuerin, über die Zukunft des Quitzow-Schlosses. Dazu zählen auch kulturelle Veranstaltungen, wie beispielsweise die FUNDGrube am 7. August. Hier bieten Antikhändler ab 11.00 Uhr ihre Waren feil bis der Tag um 21.00 Uhr in einem spannend-lustigen Operetten Open Air mit dem am Metropoltheater in Berlin tätigen und in Grube sesshaften Rainer Luhn sein Finale findet. Alles nach dem Motto Operette sich wer kann.
Das Schloss öffnet von Mittwoch bis Freitag jeweils von 17.00 bis 22.00 Uhr und Samstag sowie Sonntag von 11.00 bis 22.00 Uhr seine Pforten. In dieser Zeit haben die Gäste die Möglichkeit die Gastronomie des Hauses zu testen sowie die aktuelle Kunstausstellung Ein Dorf in unserer Zeit zu besuchen. Dieses Portrait Klein Lübens, das der Fotograf Uwe Nölke von 2006 bis 2009 mittels klassischer Schwarzweiß-Fotografien umsetzte, ist noch bis zum 26. September zu sehen.
Weitere Informationen: www.schloss-grube.de